POST FUTURISTIC ARCHEOLOGY

Katrin Leitner ist eine Forscherin, die auf der Suche nach Methoden künstlerischen Denkens, Arbeitens und Argumentierens ist, nach den diversen Wegen, Zuständen und Strukturen des Wahrnehmens und des Bewusstseins, nach Formen des Verarbeitens. 

In ihren künstlerischen Arbeiten formuliert sie immer wieder grundlegende Fragen an die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, an unsere Existenz, an Raum und Zeit, und setzt sich damit auseinander wie Wissen innerhalb menschlicher Gemeinschaften bewahrt und weitergegeben werden kann.

Kunst als existenzieller Bestandteil unseres Lebens, das Erstellen kulturelle Informationen für nachfolgende Generationen, die komplexen Zusammenhänge unserer sozialen Stukturen und des zwischenmenschlichen Gewebes, sowie ein intuitiv guter, hochsensibler und sinnlicher Zugang zum Material selbst, bilden das Fundament ihrer künstlerischen Tätigkeiten.

 

Ihre sehr individuellen künstlerischen Recherchen umfassen eine Auseinandersetztung mit vielen wissenschaftlichen Disziplinen: wie den Neurowissenschaften, der Kognitionsforschung, den Geowissenschaften und  der Mineralogie, der Archeologie, sowie der Astrophysik, der Biologie und Verhaltensforschung, der Medienphilosophie und den Kunst- und Geisteswissenschaften. 

 

Sie unterscheidet sich von rein wissenschaftlichem Forschen, weil sie darin künstlerisch produktiv ist und zulässt, rhizomatisch, assoziativ und interdisziplinär zu denken und zu handeln, und weil sie gleichberechtigt die bildnerische Logik nutzt im Kontext zu empirischen Wissen. Gleichzeitig be- und hinterfragt sie mit einem guten Gespür die Bedeutung des von ihr gewählten Materials selbst und codiert dieses im Sinne  der inhaltlichen Fragestellungen gekonnt um.

Das Ergebnis dieser multimateriellen, interdisziplinären Arbeitsweise zeigt Katrin Leitner meist in facettenreichen variablen Installationen. Künstlerisch modular und situativ gedacht , holt sie die Betrachter immer wieder in Situationen hinein, die mit künstlerischen Artefakten bespielt sind, um ein tieferes Verständis für komplexe Strukturen und Zusammenhänge  zu ermöglichen.